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Trap und Doppeltrap

Trap oder Trapschießen ist seit 1900 eine olympische Disziplin. Die Stände, von denen geschossen wird, liegen nebeneinander in einer Reihe fünfzehn Meter hinter den Wurfmaschinen, die die Wurfscheiben, variabel im Abgangswinkel, vom Schützen weg wirft. Die Wurfscheiben erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Eine olympische Serie besteht aus 25 Wurfscheiben. Dabei werden in einem Durchgang von jedem Stand aus je zwei Scheiben nach links und nach rechts sowie eine geradeaus geworfen. Jagdschützen schießen 15 Wurfscheiben pro Serie. Die Teilnehmer absolvieren ihren Wettkampf in sogenannten Rotten, bestehend aus je 6 Schützen. Mannschaften in Teamwettbewerben bestehen aus je drei Schützen. Beim "sportlichen Trap" werden die Scheiben vom Schützen vokal abgerufen; geschossen wird (im Gegensatz zum jagdlichen Anschlag) im Voranschlag, das bedeutet, die Waffe ist beim Abruf bereits im Anschlag. Die Distanz des Schützen zur Abwurfeinrichtung (i. d. R. 5 Stände für insgesamt max. 6 Schützen; 3 Wurfmaschinen je Stand = 15 Wurfmaschinen) ist jedoch größer als beim jagdlichen Trap. Die Scheiben fliegen darüber hinaus weiter, also auch schneller. Als Treffer wird gewertet, wenn die Schiedsrichter nach dem Schuss und während der Flugphase der Scheibe erkennen können, dass sich ein "sichtbares Stück" von der Scheibe löst. Doppeltrap ist eine Disziplin, die bis 2012 olympisch Disziplin wurde. Es wird auf jeweils zwei Wurfscheiben (also eine Doublette) geschossen, die von zwei starren Wurfmaschinen geworfen werden. Die Maschinen sind fest eingestellt und unterscheiden sich im Wurfwinkel und Höhe (Maschine 7: 0 bis 5 Grad links; Höhe: 3m. Maschine 8: 0 Grad 3,5 m; Maschine 9: 0 bis 5 Grad rechts, 3 m). Das Schrotgewicht ist nicht schwerer als 24g. Nach jeder Doublette wechselt, wie beim Trap, der Schütze den Stand. Geschossen wird von fünf Ständen. Ein Wettkampf geht über 150 Wurfscheiben, die in drei Durchgänge mit jeweils 25 Doubletten eingeteilt sind. Bei jedem Durchgang werden die Doubletten von zwei unterschiedlichen Maschinen geworfen (Programm 1: Maschine 7 + 8. Programm 2: Maschine 8 + 9. Programm 3: Maschine 7+9). Ein Finale der besten 6 Schützen wird bei allen ISSF-Wettkämpfen und Meisterschaften geschossen. Die sportlichen Wettkämpfe werden in Deutschland durch den Deutschen Schützenbund organisiert.

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Skeet

Beim sportlichen Skeet - ebenfalls eine olympische Disziplin - wird eine Serie von 25 Wurfscheiben beschossen. Der Schütze darf dabei im Gegensatz zum jagdlichen Skeet jeweils nur einen Schuss auf die Wurfscheibe abgegeben, wobei die Schrotladung maximal 24g betragen darf. Die Wurfscheiben werden in folgender Reihenfolge beschossen:
Stand 1: Hochhaus + Doublette, Stand 2: Hochhaus + Doublette, Stand 3: Hochhaus + Doublette, Stand 4: Hochhaus + Niederhaus, Stand 5: Niederhaus + Doublette, Stand 6: Niederhaus + Doublette, Stand 7: Doublette, Stand 4: Doublette + Rev. Doublette, Stand 8: Hochhaus + Niederhaus.
Der Schütze ruft die Wurfscheiben ab; nach dem Abruf dürfen zwischen 0 und 3 Sekunden verstreichen, bevor die Wurfscheibe sichtbar ist (Timer). Im Wettkampf besteht die sogenannte Rotte aus 6 Schützen. Olympische wie viele andere nationale und internationale Wettbewerbe werden über 125 Wurfscheiben ausgetragen. Die besten 6 eines Wettbewerbes schießen dann im Finale auf den Ständen 3, 4, 5 und 4 jeweils eine Doublette und eine Revers-Doublette. Nach 20 Schuss scheiden die letzten beiden Schützen aus, nach weiteren jeweils zehn Schuss der der dann schlechteste Schütze. So werden die Plätze 4, 3, 2 und 1 ermittelt..
Die sportlichen Wettkämpfe werden in Deutschland durch den Deutschen Schützenbund organisiert.